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Welt-AIDS-Tag30.11.2018

Montgomery: Bei Aufklärung und Prävention nicht nachlassen

Berlin – „Auch wenn die Zahl der HIV-Neuinfektionen sinkt, dürfen wir bei der Aufklärung und Prävention nicht nachlassen“, erklärte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), im Vorfeld des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember. Maßnahmen wie die Zulassung von HIV-Selbsttests seien daher „richtig und wichtig“, sagte Montgomery. Allerdings böten solche Selbsttests lediglich eine erste Orientierung. „Die Testergebnisse sind für Laien schwer zu interpretieren und zudem nicht zu 100 Prozent zuverlässig. Gerade bei einem Positiv-Test ist es daher ratsam, sich an einen Arzt zu wenden und das Ergebnis im Labor überprüfen zu lassen.“

Der BÄK-Präsident wies in diesem Zusammenhang auf die nach wie vor bestehenden Ängste und Vorurteile im Zusammenhang mit HIV/AIDS hin: „Obwohl die Diagnose HIV-positiv längst kein Todesurteil mehr ist, haftet ihr noch immer ein Stigma an.“ Die Angst vor Diskriminierung setze eine Schweigespirale in Gang. Dadurch verschwinde das Thema AIDS aus der öffentlichen Wahrnehmung. „Wir müssen offen und vorurteilsfrei über diese Krankheit reden. Die Betroffenen dürfen mit ihrem Schicksal nicht allein gelassen werden“, so Montgomery.